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Weinland USA

Rebfläche: 400 000 ha

Weinproduktion/Jahr: 20 Mio hl

Mit den ersten europäischen Siedlern, die Mitte des 16. Jahrhunderts an der Ostküste Amerikas landeten, erreichte auch der Wunsch, hier Wein anzubauen, das Land. Doch die wilden Reben, die vor Ort wuchsen, eigneten sich nicht für die Weinproduktion. Aus der vitis labrusca, wie sich die einheimische Rebengattung nennt, lässt sich nur Wein keltern, der einen unangenehmen Fuchston aufweist. So wurden vitis vinifera-Rebstöcke aus Europa importiert. Doch trotz langjähriger, intensiver Bemühungen gelang es nicht, diese in Amerika zu kultivieren. Die Ursache hierfür blieb über 200 Jahre ungeklärt. Bis zur Einschleppung der Reblaus nach Europa wusste man nämlich nicht, dass diese überall in den Böden Amerikas vorkam und die europäischen Rebsorten attackierte, die im Gegensatz zur amerikanischen Gattung nicht resistent gegen sie sind. Man behalf sich in der Zwischenzeit, indem man die beiden Gattungen zu den so genannten Hybridreben kreuzte. Diese waren resistent gegen die Reblaus, die Weine lieferten aber nach wie vor nicht das gewünschte geschmackliche Resultat. Dennoch werden heute noch, insbesondere an der Ostküste der USA, bedeutende Mengen solcher Hybriden angebaut.

Der erste erfolgreiche Anbau einer europäischen Rebsorte gelang um 1770 in Kalifornien. Von nun an wurden dort vermehrt Anpflanzungen vorgenommen. Der Weinbau verbreitete sich schließlich über den gesamten Bundesstaat und erlangte mit dem Goldrausch Mitte des 19. Jahrhunderts eine erste Blütezeit. Nach weiterem Auf und Ab konnte sich der Weinbau hier mittlerweile zu einem florierenden Industriezweig entwickeln. Aktuell stammen etwa 95% der Exportweine der USA und 75% des Inlandsbedarfs aus Kalifornien. Der Rest der Weine entsteht zum großen Teil in den Bundesstaaten Oregon, Washington und NewYork.