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Weinland Ungarn

Rebfläche: 80 000 ha

Weinproduktion/Jahr: 4,3 Mio hl

Dass sich das Klima und die Böden Ungarns hervorragend für den Weinbau eignen, hatten bereits die Römer erkannt, die hier, als das Land zur römischen Provinz Pannonien gehörte, die ersten Weinberge anlegten. Im Laufe der Jahrhunderte gelangten immer wieder neue Eroberer ins Land und so unterlag der Weinbau einem stetigen Auf und Ab. Trotzdem konnte sich schon sehr früh eine Weinkultur entwickeln. Bereits im 13. Jahrhundert wurden beträchtliche Mengen an Wein aus Sopron und Eger exportiert, welcher weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannt war. Der berühmteste Wein Ungarns, der Tokaji, wurde schon Ende des 15. Jahrhunderts urkundlich erwähnt und 1641 erließ man ein Weingesetz für dessen Produktion. Die Rebflächen von Tokaj waren auch mit die ersten der Welt, die Anfang des 18. Jahrhunderts einer Klassifikation unterzogen wurden.

In jüngerer Vergangenheit hatte insbesondere das kommunistische Staatsmonopol einen entscheidenden, leider sehr negativen, Einfluss auf die Weinwirtschaft. In den Jahrzehnten vor dem Zerfall der Sowjetunion machte der Weinbau Ungarns eine Phase der Stagnation mit sehr niedrigen technischen Qualitätsstandards durch. Der Zufluss westeuropäischer Gelder seit den 90er Jahren ermöglichte dringende Investitionen in moderne Kellerausrüstung, was zu einer merklichen Verbesserung der Weinqualität geführt hat. Bedauerlicherweise wird der in den 70er Jahren eingeleitete Trend, einheimische durch internationale Rebsorten zu ersetzen, in vielen Regionen noch heute weitergeführt. Doch eine junge Generation von ungarischen Winzern versucht mittlerweile, an alte Traditionen anzuknüpfen.