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Regionen & Rebsorten in Südafrika

Im Zuge der Vergabe eines Qualitätssiegels mit Ursprungsbezeichnung wurden die Weinbauregionen Südafrikas im Jahr 1973 in verschiedene Subregionen untergliedert.

Die Einteilung erfolgte dabei in:

  1. Estate (kleinste Einheit = Weingut)
  2. Ward (Bezirk, bestehend aus mehreren Estates)
  3. District (Kreis)
  4. Region (Obergruppe)

In Südafrika gibt es 6 große Regionen: Northern Cape, Olifants River, Coastal Region, Boberg, Breede River Valley und Klein Karoo.
Diese Regionen sind wiederum in 16 Districts und 50 Wards unterteilt. Da nicht alle Districts innerhalb einer Region und nicht alle Wards innerhalb eines Districts liegen, können die Gebietsbezeichnungen oft verwirrend wirken.
Die bedeutendsten Districts heißen Overberg, Paarl, Stellenbosch, Robertson, Swartland und Worchester.
Zu den bekanntesten Wards zählen Constantia, Franschhoek, Walker Bay und Wellington.

Generell lassen sich die Weinbaugebiete Südafrikas in 2 große Hauptregionen unterteilen: Die Küstenregion mit ihrem gemäßigten, regenreichen Klima sowie die Gebiete weiter im Landesinneren, wo heißere, trockenere Verhältnisse herrschen.
Die klimatischen Bedingungen der Coastal Region eignen sich besonders gut für den Weinbau. Von hier stammen viele der hochwertigsten Weine des Landes.
 

Die meistangebaute Rebsorte des Landes stellt mit einem Anteil von etwa 18% an der Gesamtproduktion Chenin Blanc dar. Sie wird hier auch "Steen" genannt und ergibt neben einigen hochwertigen, trocken bis lieblich ausgebauten Tafelweinen hauptsächlich große Mengen an so genannten "Bubblies" (Perlweinen). Aber auch qualitativ sehr anspruchsvolle Schaumweine aus Chenin Blanc, die nach der Méthode cap classique (Flaschengärung) erzeugt werden, sind auf dem Markt erhältlich.

Die sechs wichtigsten Rebsorten, aus denen die hochwertigsten Weine gekeltert werden und die in nahezu allen bekannten Weinbauzonen kultiviert werden, sind Cabernet Sauvignon, Shiraz, Pinotage, Sauvignon Blanc, Merlot und Chardonnay.

Der Pinotage gilt als Spezialität Südafrikas. Die Kreuzung aus Pinot Noir x Cinsaut (letztere wurde in Südafrika ehemals Hermitage genannt, daher der Name Pinotage) ergibt volle, langlebige Weine, deren süßliche Aromen teilweise an Lacke erinnern können. Er stellt zugleich die Hauptrebsorte des "Cape Blend" dar, einer Cuvée, der in unterschiedlichen Anteilen auch Cabernet Sauvignon, Merlot und Shiraz beigemengt werden.

Südafrikanische Shiraz-Weine zeichnen sich meist durch eine rauchig-würzige Note aus. Die Anpflanzungen für Shiraz sind in den vergangenen Jahren rasant gestiegen und es entstehen einige der weltbesten Weine aus dieser Rebsorte, die in ihrer Stilistik an ihre Vorbilder von der Rhône erinnern.

Hervorzuheben ist zudem die Stellung des Sauvignon Blanc in Südafrika. Er wird mit großem Erfolg angepflanzt und ergibt hier, insbesondere in den kühlen Küstenregionen, unverwechselbare, frisch-fruchtige Weine mit der rebsortentypischen, grasigen Note. Im Holz ausgebaut entwickeln sich zudem häufig noch nussige und vegetative Aromen.

Eine traditionelle Spezialität des Landes stellen die auch heute noch in ganz Südafrika populären, aufgespriteten Dessertweine aus der Rebsorte Muscat d´Alexandrie, hier auch Hanepoot genannt, dar.