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Niederösterreich stellt die größte der vier Weinbauregionen Österreichs dar. Es beherbergt eine Weinbaufläche von rund 28.000 Hektar, auf der etwa 16.000 Weinbaubetriebe wirtschaften. Hier dominieren seit je her die Weißweine, die etwa 80% der Rebfläche ausmachen. Unter den weißen Rebsorten spielt der Grüne Veltliner mit knapp 50% die Hauptrolle und so wird Niederösterreich auch als das "Veltlinerland" bezeichnet. Es folgen bei den Weißweinsorten der Müller Thurgau (7 %) - auch Riesling x Sylvaner oder Rivaner genannt - und der Welschriesling (5 %). Bei den Rotweinsorten dominieren der Blaue Portugieser (7 %) und der Zweigelt (7 %).
 

Die Weinbauregion Niederösterreich wird in acht Weinbaugebiete unterteilt:
 

  • Wachau 

Charakteristisch für Wachauer Weine ist ihr relativ hoher Säuregehalt, der auch die lange Lagerfähigkeit der Spitzenweine aus dieser Region bedingt. Die renommiertesten Weine stammen von steilen Terrassen an den Ufern der Donau mit ihren Böden aus Löss- und Gneiss. Die wichtigsten Rebsorten sind der Grüne Veltliner sowie der Riesling.

Der Gebietsschutzverband Vinea Wachau, der einen Großteil der Wachauer Weingüter umfasst, hat drei Weinmarken bekannt gemacht, die von ihren Mitgliedern verwendet werden. All diese Weine sind trocken ausgebaut, ohne spürbaren Holzeinsatz und dürfen nicht aufgebessert werden:

- Steinfeder: leichte und spritzige Weine mit einem Mostgewicht von 15° bis 17° KMW und maximal 11,5% vol. Alkohol.
- Federspiel: rassige, elegante Weine mit einem Mostgewicht von mindestens 17° KMW und einem Alkohol-Gehalt zwischen 11,5 % und maximal 12,5% vol.
- Smaragd: nur die wertvollsten und reifsten Weine aus den besten Lagen mit einem Mindestmostgewicht von 18,5° KMW und zumindest 12,5% vol. Alkohol.

  • Kremstal

Das Kremstal hat ein ausgesprochen mildes Klima mit großen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht. Diese Temperaturschwankungen wirken sich äußerst positiv auf die Bukettbildung und auf die Fruchtigkeit der Weine aus.
Saftig-frische, finessenreiche Weißweine werden hier vornehmlich aus Grünem Veltliner, Müller-Thurgau und  Riesling gekeltert. Auch einige ausdrucksstarke Rotweine entstehen aus Blauem Portugieser und Blauburger.
 

  • Kamptal

Rund um die Weinstadt Langenlois entstehen hier auf etwa 4.000 Hektar Rebfläche kraftvolle und langlebige Weine. Dank der hohen Sonneneinstrahlung verfügt das Kamptal über ein sehr warmes Kleinklima, das eine breite und füllige Struktur der Weine bedingt. Gleichzeitig verleihen die kühlenden Strömungen des Waldviertels den Weinen ihre finessenreiche Aromatik. Die qualitativ hochwertigste und berühmteste Riede (Lage) ist der Heiligenstein. Hier entstehen die besten und bekanntesten Grünen Veltliner und Rieslinge der Region.
 

  • Wagram

Das bis ins Jahr 2007 als Donauland bezeichnete Weinbaugebiet lässt sich in zwei getrennte Weinbauzentren aufteilen: Das nördlich der Donau gelegene Gebiet Wagram verfügt über mächtige Lössböden, auf denen insbesondere der Grüne Veltliner und der Müller-Thurgau gut gedeihen. Östlich davon und südlich der Donau erstreckt sich das kleinere Gebiet Klosterneuburg, das mit der Umbenennung der Weinbauregion den Status einer Großlage erhielt.
 

  • Traisental

Das Traisental ist das jüngste österreichische Weinbaugebiet und gehörte bis 1995 zum Weinbaugebiet Donauland (heute Wagram). Die Hauptsorte dieses Gebietes bildet der Grüne Veltliner mit einer frischen und rassigen Charakteristik.
 

  • Carnuntum

Auch das Weinbaugebiet Carnuntum teilt sich in zwei Weinbauzentren: Der Bereich um Prellenkirchen bildet mit seinen sonnenreichen Südhängen eine Enklave für den Anbau von Rotwein. Hier werden vor allem die Rebsorten Blaufränkisch und Zweigelt  kultiviert. Im zweiten größeren Gebiet um Göttlesbrunn und Höflein findet man in den Weinbergen hauptsächlich Weißburgunder, Grünen Veltliner und Riesling.
 

  • Weinviertel

Aufgrund der Größe des Anbaugebietes (etwa 16.600 Hektar) findet man im Weinviertel viele unterschiedliche Bodentypen und Kleinklimata vor. Man unterteilt die Region gemeinhin in drei Unterbereiche: Im westlichen Teil begünstigt das trockene Klima rund um die Stadt Retz und die Weinberge von Mailberg die Rotweinerzeugung. Im nördlichen Weinviertel mit der Weinhauptstadt Poysdorf entstehen vornehmlich Grundweine für die Sektherstellung aus Welschriesling und Grünem Veltliner. Je weiter man sich in Richtung Südosten der Region bewegt, desto stärker mach sich der pannonische Klimaeinfluss bemerkbar.
Die Hauptrebsorte des Weinviertels stellt mit über 50% der Gesamtweinbaufläche der Grüne Veltliner dar. 
 

  • Thermenregion

Die Weinreben profitieren hier vom pannonischen Klimaeinfluss, der sich durch warme, sonnenreiche Sommer und lange, trockene Herbste bemerkbar macht. Auf rund 2.300 Hektar Rebfläche mit abwechslungsreichen Böden entstehen vielfältige Weine. Typisch für die Region sind die sonst kaum zu findenden weißen Rebsorten Zierfandler und Rotgipfer. Im Cuvée ergeben diese den bekannten "Spätrot-Rotgipfler". Weitere wichtige Weißweinsorten sind Neuburger, Chardonnay und Grüner Veltliner. Rotweine entstehen vorrangig aus Blauem Portugieser, Zweigelt oder St. Laurent.

 

Weinbauregion Niederösterreich