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Regionen & Rebsorten in Deutschland

  • Baden

Das Anbaugebiet, das sich von der Tauber im Norden bis zum Bodensee im Süden erstreckt, genießt in vielen Jahren die meisten Sonnenscheinstunden Deutschlands. Hier entstehen in der Regel Weine mit etwas mehr Körper und Alkohol als im übrigen Land. Die Eignung der Region für den Anbau roter Traubensorten sowie die gestiegene Nachfrage nach Rotwein unter den Verbrauchern hat dazu geführt, dass hier mittlerweile mehr als drei Viertel der Gesamtfläche mit roten Rebsorten bestockt ist. Die meist angebaute Sorte ist der Pinot Noir. Insbesondere am Kaiserstuhl, der wärmsten Region Deutschlands, und in der Ortenau entstehen sehr gute Qualitäten. Die zweithäufigste Rebsorte Badens ist der Müller Thurgau, gefolgt von Grauburgunder und Riesling.
 

  • Pfalz

Das zweitgrößte deutsche Weinbaugebiet hat sich in jüngster Vergangenheit den Ruf als innovative und spannende Weinbauregion erworben. Insbesondere in der nördlichen Pfalz finden sich viele bekannte Spitzenlagen, auf denen der Riesling dominiert. Die berühmtesten Weine stammen aus den entlang der deutschen Weinstraße gelegenen Orten Wachenheim, Forst, Deidesheim und Ruppertsberg.
Auch im südlichen Teil der Pfalz, der nach wie vor mit dem Ruf als Massenweinbaugebiet zu kämpfen hat, entstehen mehr und mehr hochwertige Qualitäten.
Die wichtigste Weißweinsorte nach Riesling ist der Müller Thurgau. Bei den Rotweinsorten, die in der Pfalz dank des trocken-warmen Klimas traditionell eine wichtige Rolle spielen, dominieren Dornfelder, Portugieser und Spätburgunder.
 

  • Mosel

Das Anbaugebiet erstreckt sich zwischen Hunsrück und Eifel im rheinischen Schiefergebirge entlang der Mosel und ihren Nebenflüssen Saar und Ruwer. Die Weinberge liegen hier an den steilen Ufern mit einem Gefälle von 30% bis hin zu 75%. Hier muss pro Hektar teils drei mal so viel Arbeitszeit aufgewendet werden wie in den Flachlagen anderer Regionen.
Der Riesling stellt an der Mosel mit knapp 60% der Rebfläche die dominierende Rebsorte dar. Die meist schlanken, filigranen Wein, die man an der Mosel aus ihm keltert, zeichnen sich durch ihr schönes Süße-Säure aus. Die besten Qualitäten zählen zu den renommiertesten Gewächsen der Welt.
 

  • Rheingau

Auch im Rheingau spielt der Riesling die Hauptrolle und bedeckt hier etwa 80% der Rebflächen. In dem im Norden durch den Taunus geschützten Gebiet herrschen ideale Bedingungen für die Traubenreife. Die besten Erzeugnisse der Region stammen von den Hanglagen an den Ufern des Rheins rund um die Weinbauorte Rüdesheim, Geisenheim, Oestrich-Winkel und Eltville.
 

  • Rheinhessen

In Rheinhessen dominiert die Rebsorte Müller-Thurgau vor Dornfelder, Riesling und Silvaner. Die Region war lange Zeit für einfache Weine minderer Qualität bekannt. Aber auch hier hat es wie allerorts in Deutschland vorwiegend die junge Winzergeneration geschafft, das Image zu verbessern. Sie sorgt nicht nur mit hervorragenden Rieslingen für Furore, sondern hat es auch geschafft, die Traditionssorte Silvaner wieder ins Gespräch zu bringen, die hier in steigendem Maße feine Weine ergibt. Der mengenmäßig führende Müller-Thurgau wartet hingegen noch auf sein Comeback in den Reihen qualitativ hochwertiger Erzeugnisse.

  • Franken

Die Rebflächen Frankens erstrecken sich zwischen Aschaffenburg und Schweinfurt an den Talhängen des Mains und seiner Nebenflüsse. Hier wird vorwiegend Müller Thurgau angepflanzt. Doch das Aushängeschild der Region ist der Silvaner, der als edelste und typischste Rebe des Gebiets gilt. Die Qualitätsweine Frankens werden traditionell in die bauchigen Bocksbeutel-Flaschen gefüllt.

  • Nahe

In der klimatisch ausgeglichenen, milden Region findet man an den Hängen um die Städte Schlossböckelheim und Bad Kreuznach Porphyr-, Quarz- und farbige Sandböden. Hier wrden Rieslinge von Weltklasse erzeugt, die häufig Aromen von Ananas aufweisen.


Die weiteren der 13 deutschen Weinbaugebiete, die weniger internationale Bedeutung besitzen, sind: Ahr, Hessische Bergstraße, Mittelrhein, Saale-Unstrut, Sachsen und Württemberg.