Weinländer
Weinland Bulgarien
Rebfläche: 100 000 ha
Weinproduktion/Jahr: 2 Mio hl
Reben werden in Bulgarien schon seit der Antike angepflanzt, doch der moderne Weinbau ist hier noch keine 100 Jahre alt und unterlag in dieser kurzen Zeit schon vielen Veränderungen.
Die kommunistische Regierung, die nach dem 2. Weltkrieg an die Macht gelangte, verstaatlichte den Weinbau im ganzen Land. Im Jahr 1949 wurde das Monopol-Unternehmen Vinprom gegründet, das von nun an die gesamte Weinproduktion sowie den Handel kontrollierte. Obwohl im großindustriellen Stil angelegt, machte die Weinbranche in den 60er bis 80er Jahren beachtliche Fortschritte und sowohl die Qualität als auch die Exportzahlen bulgarischer Weine stieg deutlich an.
Im Zuge der 1985 von Michail Gorbatschow ins Leben gerufenen Kampagne zur Verringerung des Alkoholkonsums in der ehemaligen UdSSR mussten dann jedoch riesige Rebflächen gerodet werden, wodurch sich die Weinproduktion drastisch verringerte.
Mit dem Sturz des Kommunismus und der einhergehenden Marktreformen wurde der Weinbau dann ganz plötzlich wieder liberalisiert. 1991 wurde Vinprom aufgelöst und das Land fiel an frühere Besitzer und private Investoren. Diese Privatisierung vollzog sich recht schleppend und brachte viele Probleme mit sich. Doch trotz der turbulenten politischen Entwicklungen in der Vergangenheit konnte sich die Weinwirtschaft Bulgariens letztendlich wieder erholen und insbesondere in den letzten 10 Jahren erhebliche Fortschritte erzielen. Heute ist eine neue Generation aufstrebender Weinmacher auf dem Vormarsch.











