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Weinland Australien

Rebfläche: 165 000 ha

Weinproduktion/Jahr: 10 Mio hl

In Australien existieren keine einheimischen Rebsorten. Alle Weinreben, die dort mittlerweile wachsen, wurden im Laufe der Jahre aus Europa eingeführt. Sie kamen mit italienischen, schlesischen, dalmatinischen und schweizerischen Einwanderern ins Land, denen eine Schlüsselrolle bei der Entstehung und Entwicklung des australischen Weinbaus zukommt.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurden in Australien vor allem süße und aufgespritete Weine produziert, da dieser Port- und Sherry- ähnliche Stil in Großbritannien, dem wichtigsten Handelspartner Australiens, rege nachgefragt wurde und die warmen Anbauzonen im Süden des Landes hervorragend für deren Produktion geeignet waren. Als diese Weinstilistik in den 50er Jahren allmählich aus der Mode kam und zunehmend trockene Tafelweine nachgefragt wurden, musste sich Australien im Weinbau neu orientieren. Seither hat sich eine von Unternehmergeist und Experimentierfreude geprägte Dynamik entwickelt, die ihresgleichen auf der Welt sucht. Australien zählt heute zu den innovativsten und fortschrittlichsten Weinbauländern der Welt. Das Hauptaugenmerk bei der Produktion von Wein lag in Australien immer auf der Kellertechnik. Die neuesten Hightech-Errungenschaften aus Europa wurden importiert und weiterentwickelt, um ein Höchstmaß an Fruchtigkeit und Konzentration aus den Trauben herauszuholen.

Der fruchtig-zugängliche, jedoch wenig komplexe Stil wurde zum Markenzeichen australischer Weine und erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Aber natürlich lassen sich nicht alle Weine über einen Kamm scheren: Viele Winzer besinnen sich heute auf den Terroir-Gedanken und bauen Trauben in den kühleren Klimazonen auf geeigneten Böden an, die hochklassige Weine mit viel Subtilität, Eleganz und Struktur ergeben.