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Ab-Hof-Preise auf www.weinwelt.at

Ich kaufe ab Hof! - Nein, sagt mein Herzblatt, ich fahre sicher nicht mit! Nach dem Wirbel im Vorjahr! Pech, muss ich halt selber packen. Ich hole die Knieschützer, den Taucheranzug, die Thermo-Unterwäsche und den Motorradhelm aus dem Keller, die starken Aufputschmittel aus dem Apothekerschrank. Das Allerwichtigste besorge ich mir erst, als alle tief schlafen. Im Garten habe ich die Euros vergraben, die mir der Verkauf meiner Picasso-Sammlung eingebracht hat. Vorsichtshalber plündere ich auch noch die Sparschweine der Kinder. Und sofort geht’s los zum Objekt meiner Begierde, dem Starwinzer, dem ich 3 Flaschen Riesling abknöpfen will. Schon nach 7 Stunden bin ich vor Ort, die Warteschlange ist heuer wieder etwas länger geworden, so an die 4 km lang.

Ich werfe mich auf die Knie (Knieschützer!), streife mir den Taucheranzug über, setze den Helm auf (die übelwollende Konkurrenz überschüttet uns manchmal mit billigstem Wein aus dem Tetrapack, wirft faule Eier und Paradeiser nach uns). Diesmal halte ich durch, versprochen! Schon nach vier Tagen und Nächten (mein Dank geht insbesondere an die Pharma-Industrie) bin ich im Zuteilungssekretariat. Man reckt den Daumen in die Höhe. Super, super, ich darf ein Stifterl (leider sind da auch nur 0,15 Liter drin) mitnehmen! Was ich nicht begreife - warum meine Frau diese Prozedur für entwürdigend und erniedrigend hält. Schließlich habe ich ja (fast) alles bekommen, was ich wollte.

Freund, es geht unendlich viel einfacher! Wende Dich vertrauensvoll an www.weinwelt.at

Mein Herzblatt will schon wieder nicht mit! Für die Pfuscher, den Postler und Verwandte, die mir nichts vererben werden, brauche ich einen günstigen, einfachen Trinkwein. Einen vom Karli halt. Kaum fahre ich in seinem Hof vor, reißt er meine Autotür auf, umarmt mich ganz herzlich und wir teilen den ersten Doppler. Großzügig ist er immer, der Karli, und ein großer Freund der eigenen Produktion. Mit dünnwandigen Verkostungsgläsern, die immer wieder zu Bruch gehen, hat er schon vor Jahren aufgehört. Karli ist auf robustere, tönerne Bierkrüge umgestiegen. Da geht auch mehr hinein, meint er.

Wir kosten uns durchs volle Programm, durch alle 19 Sorten, die er keltert. Irgendwann, ich schätze beim Krügerl mit der Trockenbeerenauslese, falle ich vom Sessel. Na da wird meine Frau aber schauen! Erstens weil ich so einen flotten Turban trage (die Platzwunde musste mit 72 Stichen geschlossen werden) und zum zweiten, dass ich per Taxi heimkomme. Haben die doch glatt mein Auto konfisziert und den Führerschein auch noch dazu! Ich glaub, ich werde lieber nichts von der Lebertransplantation erwähnen, die sie mir vorgeschlagen haben.

Zur Winzerfamilie Frohwein fahren alle gerne mit. Das sind grundsolide, ausgesprochen nette Menschen, die auch einige Gästebetten vermieten. Wenn das keine Idylle ist! Die Kinder tollen mit dem Hund der Frohweins herum, wir sitzen unter der Linde, genießen das viele Chlorophyll rundherum. Und die Brettljause der Chefin, alles hausgemacht, von der Blunzn bis zum Rotweingugelhupf. Der Chef versorgt uns mit seinen Weinen, reichlich. Wir durften die ganze Palette verkosten, vom Jungwein bis zu schwer gereiften Exemplaren, von Veltliner bis Traminer, und alle Qualitässtufen zwischen Tafelwein und Ausbruch.

Es war sehr schön, es hat uns sehr geschmeckt. Deshalb haben wir das Auto auch bis unters Dach mit Wein beladen. Auch wenn die Kinder fürchterlich geweint haben - ihre Spielsachen mussten zurückbleiben. Ich habe ja auch aus Platzgründen mein neues Mountainbike geopfert, es dem Winzer und Hausherrn geschenkt. Zuhause war die Stimmung dann etwas gedämpft, insbesondere als wir den Wein nach einiger Zeit kosteten. Meine Frau (sie ist schon eine sehr kritische Verkosterin) schmeckte plötzlich Schimmel in den Frohwein-Weinen, Anklänge an Plastikschlauch und Luftmatratze, vergammelte Scampipanzer... Gestern hat sie beim Bauhof angerufen, wann denn der gefährliche Sondermüll abgeholt würde. Woran hat sie dabei wohl gedacht? An mich?

Mein schönstes Ab-Hof-Weinerlebnis will ich euch nicht vorenthalten. Vor zwei Jahren brachte mir ein Bekannter einen australischen Shiraz mit. Der war aber gut, fruchtsüß, weich wie Samt und Seide, dabei würzig und ungestüm. Jedenfalls bin ich bald einmal hinüber nach Down Under. In Sydney habe ich mir dann einen Jeep genommen, viel Wasser und Proviant gebunkert. Die Hitze, die Krokodile, die giftigen Schlangen... das Weingut war jedenfalls nicht leicht zu finden. Mitten in den Outbacks dann ein Riesending, Jahresproduktion knapp 150 Mio. Flaschen.

Das war dann schon weniger exklusiv und ein bisserl ernüchternd halt. Habe mir aber trotzdem ein Kisterl vom Shiraz nachschicken lassen. Die 250 Dollar für den Wein waren ja okay, die 3000 für den Transport haben mich aber schon etwas geschockt. Schließlich war ja auch einiges an Reisekosten angefallen. Wurscht, schon 16 Monate nach meiner Bestellung klingelte der freundliche Mensch vom Paketdienst an der Haustür. Er übergab feierlich die elegante Holzkiste, die ich vorsichtig im Flur abstellte. Noch während ich bezahlte, breitete sich unter dem Kisterl ein See aus. Ein tiefdunkelroter, der intensiv nach Shiraz duftete. Aber zwei Flaschen sind schon ganz geblieben.

Warum in die Ferne schweifen? Das erledigen Fachleute für uns, die Einkäufer der www.weinwelt.at!

 

 
Dreisiebner Muster Welschriesling

Dreisiebner Muster Welschriesling

Weingut Josef & Reinhard Muster, 2010, 0,75 l
frisch & fruchtig

Österreich, Steiermark, Südsteiermark
Best.Nr. 4060925
EUR 4,99
 
 
Hiedler Grüner Veltliner Kamptal DAC

Hiedler Grüner Veltliner Kamptal DAC

Weingut Hiedler, 2010, 0,75 l
frisch & fruchtig

Österreich, Niederösterreich, Kamptal
Best.Nr. 4061410
EUR 6,99
 
 

Taferner Rubin Carnuntum 2006

Carnuntum ist das ideale Anbaugebiet für die österreichische Lieblings-Rotweinsorte Zweigelt! "Rubin Carnuntum" - der Name ist geschützt und nur von den Mitgliedsbetrieben des Vereins zur Förderung des Weinbaugebietes Carnuntums verwendet  – wird von vielen Winzern in dieser Region erzeugt. Dieser Name steht für hochwertigen, Zweigelt-dominierten Wein mit tollem Preis-Leistungs-Verhältnis. So wie dieser Rubin Carnuntum von Taferner, der durch fruchtige Aromen nach dunklen Amarena-Kirschen und Brombeeren mit sehr gut eingebundenen Röstaromen nach Kaffee und Schokolade besticht. Er überzeugt durch weiche, samtige Tannine und einen fülligen, langen Abgang.

Seine zahlreichen Auszeichnungen - unter anderem der 3. Platz beim Falstaff Zweigelt Grand Prix 2005 - bestätigen die einzigartige Qualität dieses besonderen Weines.

Mein Tipp: Genießen Sie diesen Rotwein an einem gemütlichen Abend mit Freunden zu gegrillten Schweinekoteletts und Melanzani. Serviertemperatur ca. 16–18 °C.

 
Taferner Rubin Carnuntum

Taferner Rubin Carnuntum

Weingut Taferner, 2010, 0,75 l
füllig & würzig

Österreich, Niederösterreich, Carnuntum
Best.Nr. 6042080
EUR 11,29