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Der Stoff aus dem die Brände sind
Vene Maier über die Herkunft, Geschichte und Herstellung begehrter Spirituosen
Agave = Tequila
Der Rohstoff für Tequila ist die Blaue Agave. Durchschnittlich dauert es 10 Jahre, bis eine Agave geerntet werden kann. Das Innere der Agave, das Herz, wird gereinigt und danach in Öfen zwischen 60 und 85 Grad langsam gebacken. Dieser Prozess benötigt zwischen 50 und 72 Stunden, weicht das Gewebe auf, verhindert die Karamellisierung und ergibt einen stärkeren, natürlicheren Agaven-Geschmack. Für "echten" Tequila verwendet man übrigens keine Hefe, sondern ein Bakterium (Zymomonas mobilis). Tequila ist damit eine echte Besonderheit.
Aufzeichnungen aus dem Jahre 1596 zufolge wurde die Pflanze (aus der auch Matten, Tücher, Kleider und Papier hergestellt wurden) "el arbol de las maravillas" genannt - quasi der Baum der Wunder und der Glückseligkeit. Namensgeber für dieses Getränk ist die Stadt Tequila nahe der pazifischen Küste. Wahrscheinlich waren Spanier während des 16. Jahrhunderts die ersten, die Tequila herstellten.
Tequila Jose Cuervo Clásico
0,7 l, 38 Vol.-%, Mexiko
Best. Nr. 5359127
Der Clásico zeigt in seinen Duftnoten angenehme Zitrusfrische, im Geschmack ist er mild. Dieser Tequila liegt im Trend! Besonders für Frozen- und Longdrinks wie z. B. Tequila Sunrise.
€ 16,99
Grundpreis/Liter: E 24,27
Zuckerrohr = RUM
Rum bietet die ganze Welt der unterschiedlichsten Eigenschaften, wie sie von den Liebhabern und Liebhaberinnen feuriger Drinks geschätzt werden: Kraft und Geschmeidigkeit, Feuer und Wasser, Wärme und Kühle, Würze und Harmonie. Guter, notwendiger Stoff für Matrosen und Barflys.
Guter Rum zeichnet sich im Gegensatz zu den meisten anderen Zuckerrohrbränden durch eine lange Reifung in Holzfässern aus, ähnlich Whisky oder Cognac. Je länger das Destillat im Holzfass reift, umso weniger Fuselstoffe bleiben enthalten. Ein Nebeneffekt ist die erst gelbliche, dann braune Färbung, die das zunächst farblose Destillat dabei annimmt. Wenn der Rum im Stahltank gelagert wird, reift er wesentlich langsamer.
Die Ursprünge des Zuckerrohrs werden in Südost-Asien vermutet. Häufig genannt werden in diesem Zusammenhang die Länder Indien, China, Polynesien oder Neuguinea. In diesen Regionen wurde Zuckerrohr schon vor über 10.000 Jahren domestiziert. Von Südostasien aus trat das Zuckerrohr seine Reise um die Welt an.
Die Entstehung des Rums hat unmittelbar mit der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus zu tun. Schon 1493, auf seiner zweiten Reise zu den Inseln der Neuen Welt, nahm er auf Verlangen des spanischen Königshauses Setzlinge des Zuckerrohrs mit und legte damit den Grundstein für die weitere Entwicklung und Ausbreitung dieses süßen Rispengrases (lat. Saccharum officinarum).
El Dorado Rum 12 Jahre
0,7 l, 40 Vol.-%, Südamerika, Guyana
Best. Nr. 5367221
Dieser Gourmet-Rum wurde wiederholt mit Preisen für seine hervorragende Qualität ausgezeichnet. Der Rum wurde 12 Jahre im Eichenfass gelagert, das Ergebnis ist Komplexität und ein sehr langer Abgang mit feinsten Röstaromen.
International Wine and Spirit Competition 2000: Gold-Medaille
€ 29,99
Grundpreis/Liter: E 42,84
Apfel & Birne = Calvados
In Frankreich trinkt man gerne zwischen zwei Gängen bei einem längeren Menü einen Calvados, um "den Magen aufzuräumen". Dies bezeichnet man als "(faire) le trou normand" (wörtlich: das normannische Loch (machen).
Calvados ist ein bernsteinfarbener Apfelbranntwein aus der Normandie. Der Name des Getränks leitet sich von der Ursprungsregion, dem Départment Calvados, ab. Calvados dürfen sich nur die Cidrebrände aus der Normandie nennen, die aus elf genau definierten Gebieten stammen. Es lassen sich zwei Klassen ableiten: jene von heller Farbe und leichtem, fruchtbetonten Geschmack sowie jene von dunklerer Farbe mit karamellartigem Aroma und Geschmack. Das Bukett wird durch Lagerung in Eichenholzfässern erzielt.
Wie alle guten Branntweine wird auch Calvados in Holzfässern gelagert und aus Bränden unterschiedlichen Alters und Charakters komponiert. Drei Sterne stehen für zweijährige Lagerung, vieux für dreijährige, VO, VSOP oder vieille réserve für vierjährige und extra, Napoléon oder hors d'âge für sechs Jahre und mehr.
Calvados verliert mit wachsendem Alter sein charakteristisches Apfelaroma und nähert sich geschmacklich altem Cognac.
Papidoux Calvados VSOP
0,7 l, 40 Vol.-%, Frankreich, Normandie
Best. Nr. 2935102
Nur die besten jungen Destillate werden von erfahrenen Kellermeistern dazu auserwählt, in einer mindestens fünf Jahre dauernden Lagerzeit zu Pâpidoux VSOP heranzureifen. Dieser Calvados ist besonders abgerundet und mild.
€ 13,99
Grundpreis/Liter: E 19,99
Wein = Armanac
Der Armagnac ist keineswegs - wie oft und gern behauptet - der kleine Bruder des Cognac. Damit wird man weder der Geschichte noch der Realität gerecht. Er ist vielmehr der große, jedenfalls ältere Bruder. Während die Cognac-Herstellung nur in das 17. Jahrhundert zurückreicht, wurde das Brennen von Armagnac bereits 1461 urkundlich erwähnt - das Jahr, in dem im Département Landes eine Brennerei zu seiner Erzeugung genehmigt wurde (die entsprechende Urkunde befindet sich heute im Musée de l' Armagnac in Condom).
Grundlage für Armagnac sind Weißweine, die in erster Linie aus den Rebsorten Colombard, Ugni Blanc und Folle Blanche gekeltert werden. Insgesamt sind elf Rebsorten zugelassen. Die drei Anbaugebiete heißen Bas-Armagnac, Haut-Armagnac und Ténarèze, wobei die Bezeichnungen "bas" (franz. für niedrig) und "haut" (franz. für hoch) aber nichts mit der Qualität des Produkts, sondern nur mit der Lage des Gebiets zu tun haben. Die Spitzenlagen des Bas-Armagnac werden Grand Bas genannt.
Der Name Armagnac leitet sich ab von lat. aqua ardens, was so viel wie "brennendes Wasser" bedeutet.
Comtal Fine Armagnac VS
0,7 l, 40% Vol., Frankreich, Armagnac
Best. Nr. 2935133
Seine Einzigartigkeit zeigt dieser Armagnac im wohlduftenden feinen Aroma und seinem charakteristisch milden Geschmack. Gelagert wird der Armagnac in bis zu 100-jährigen Eichenfässern.
€ 13,99
Grundpreis/Liter: E 19,99
Getreide & Kartoffel = Vodka
In Maßen getrunken ist Wodka ein geniales Getränk. Im Westen eher bekannt als Grundlage von Cocktails, wird er in Osteuropa überwiegend pur getrunken. Wodka kann aus sehr unterschiedlichen, kohlenhydrathaltigen Ausgangsstoffen hergestellt werden. Meist wird Getreide verwendet, aber auch Kartoffeln und Melasse sind üblich.
Das traditionelle Getreide zur Wodka-Herstellung in Osteuropa ist bis heute Roggen. Daraus hergestellter Wodka schmeckt lieblich, weich, mild und leicht süßlich; daher gilt er als der beste Ausgangsstoff. In westlichen Ländern verwendet man hauptsächlich Weizen, da er preiswerter und in größerer Menge verfügbar ist. Kartoffeln werden seit Jahrhunderten verwendet. Der Geschmack des daraus gewonnenen Wodkas ist gewöhnlich schwerer und herber als aus Weizen destillierter Wodkas.
Der erste Schritt zur Wodka-Gewinnung ist die Herstellung der Maische, einer bierähnlichen Flüssigkeit mit niedrigem Alkoholgehalt. Der Maische (der Würze) wird Gärhefe hinzugefügt, um die Gärung in Gang zu setzen.
Um den Wodka möglichst geschmacksneutral herzustellen, wird das Destillat nach dem Brennen gefiltert. Dabei werden Begleitaromen entfernt. Dazu wird die Flüssigkeit durch Säulen mit Aktivkohle gepumpt, die die unerwünschten Aromastoffe an sich binden. Das Destillat kann auch biologisch - durch Milcheiweiß - und elektrisch gefiltert werden. Die Qualität des Filterprozesses ist entscheidend für die Qualität des Endproduktes.
Neben diesen reinen oder puren Wodkas werden inzwischen auch aromatisierte Wodkas hergestellt, indem man das Destillat oder den puren Wodka mit Früchten, Gewürzen, Extrakten oder Essenzen ansetzt.
Die wichtigsten Produktionsländer sind traditionell Polen, Russland, Finnland, Schweden und die Ukraine.
Vodka Parliament
0,7 l, 40 Vol.-%, Russland
Best. Nr. 5698899
Ein Produkt, in dem sich wahre russische Tradition und der heutige Anspruch an eine Edelspirituose auf das Feinste verbinden. Hergestellt wurde er nach einem wiederentdecken Ur-Rezept.
€ 8,99
Grundpreis/Liter: E 12,84











