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Osterschmaus
Mit Vier-Hauben-Koch Jörg Wörther
Schloss Prielau, nahe Zell am See und im Eigentum der legendären Porsche-Familie, ist ein kleines Paradies: In den prächtigen, weitläufigen Parks des Anwesens finden sich Wildgehege, Teiche und zahlreiche lauschige Plätze, das schmucke Schlosshotel selbst zählt mit seinen acht Zimmern zum wohl gehüteten Geheimtipp.
Vor allem aber ist Schloss Prielau kultverdächtige Pilgerstätte für Genussmenschen aus Nah und Fern: Denn hier hat sich eine unvergleichliche Kochlegende niedergelassen, um unseren Gaumen aufs Höchste "zum Singen" zu bringen: Jörg Wörther. Gebürtiger Bad Gasteiner, nach "Lehrjahren" bei Witzigmann und Viehhauser in Windeseile in die Oberliga der Kochkunst aufgestiegen, von Gault Millau am Ende der 90er-Jahre zum "Koch des Jahrzehnts" geadelt - ein Wegbereiter jener Küche, die von sinnlicher Schlichtheit geprägt ist.
Jörg Wörther ist Purist, Perfektionist und Qualitätsfanatiker in einer Person. In unvergleichlicher Weise und mit der Sicherheit eines Schlafwandlers verzaubert er naturbelassene Zutaten zu Kompositionen vollendeter Schlichtheit. Dass dabei ein gutes Tröpferl nicht fehlen darf, versteht sich für den sympathischen Lockenkopf von selbst: "Guter Wein und gutes Essen - das gehört untrennbar zusammen."
Der Vier-Hauben-Koch hat für Sie ein ganz spezielles Ostermenü zusammengestellt. Den dazupassenden Weintipp hat unsere INTERSPAR-Weinakademikerin Anne Thysell beigesteuert. Wohl bekomm's!
Ostermenü von Jörg Wörther: Zweierlei Lamm mit zweierlei Spinat und zweierlei Erdäpfeln4 Portionen
Zweierlei Lamm
Zum einen braten Sie eine Lammschulter ca. 2,5 Stunden langsam, mit 2 Zwiebeln und 4 Zehen Knoblauch (angedrückt, in der Schale).
Wichtig ist, dass Sie die erste halbe Stunde mit ca. 2 EL Olivenöl braten und dann 100 g Butter dazugeben. Angießen sollten Sie nur mit Wasser, und erst, wenn die Schulter butterweich ist, salzen und eventuell etwas Thymian dazugeben. So bekommen Sie einen glänzenden, wohlschmeckenden Saft.
200 g Rückenstück braten Sie in der Pfanne ca. 10 min nicht zu scharf, sodass es zart rosa wird. Würzen mit Salz, Pfeffer und zuletzt einigen Spritzern Zitronensaft.
Cremespinat
100 g geputzter, gewaschener Blattspinat wird weich blanchiert, gemixt und mit 30 g Butter sämig gerührt - somit haben Sie den Cremespinat. Um den Geschmack des Cremespinats zu vervollkommnen, sollten Sie etwas braune Butter einrühren und mit Muskat und Salz würzen.
Blattspinat
100 g geputzten, gewaschenen Blattspinat nur kurz in 30 g Butter zugedeckt dämpfen, ausdrücken und auf die gleiche Art und Weise würzen.
Erdäpfelrösti
200 g mehlige Erdäpfel Salz, geriebene Muskatnuss Die geschälten Erdäpfel roh der Länge nach mit einer Röstireibe hobeln, sodann ausdrücken und würzen. In einer Eisen- oder Tefalpfanne mit Butterschmalz langsam beidseitig braten.
Erdäpfelpüree
200 g mehlige Erdäpfel 0,25 l Obers 50 g Butter Salz, Muskatnuss Die Erdäpfel schälen und im Salzwasser zugedeckt weichkochen. Durch ein Sieb abschütten und fein passieren. Nicht mixen. Obers mit etwas Butter aufkochen und über die passierten Erdäpfel gießen, würzen und gut durchrühren. Eine exakte Mengen- angabe ist leider nicht zu machen, da die Erdäpfel sehr unterschiedlich bei Sorte und Jahreszeit sind.











