Prosecco Prego!
Auf geht’s in den Sommer! Was erfrischt mehr als ein Glas fruchtiger Prosecco? Was sich hinter dem beliebten Prickler verbirgt, erfahren Sie hier.
Prosecco klingt nach Italien pur. Man spürt schon beim Klang dieses Wortes laue Lüftchen und Blütenduft, sieht malerische Städtchen und Dörfer vor sanft-schöner Landschaftskulisse. Eben wie im Urlaub. Kein Wunder, dass Prosecco seit Jahren voll im Trend liegt. Da hat sich, so könnte man denken, ein cleverer Marketing-Experte aber mal einen richtig guten Namen für italienischen Schaumwein ausgedacht. Doch wussten Sie, dass sich hinter diesem prägnanten Begriff einfach die Rebsorte verbirgt? Aus der Prosecco-Traube wird nämlich in der Region Veneto der Wein hergestellt, der uns mit seinen Blubberbläschen so viel Spaß macht; Freude bringen auch die zarten Apfel- und Melonendüfte sowie der relativ geringe Alkoholgehalt.
Die besten Proseccos stammen aus dem DOC-Gebiet Conegliano-Valdobbiadene. In dieser milden, grünen Gegend zwischen den Voralpen und Venedig wachsen auf 3.500 Hektar Reben. Die einheimische Rebsorte Prosecco gedeiht seit 1800 auf den Hügeln von Conegliano und Valdobbiadene. Tradition verpflichtet – schon bevor die Richtlinien der DOC-Qualitätssicherung in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts in Kraft traten, hatten die Winzer Bestimmungen entwickelt, die bis heute eine konstante Qualität garantieren.
Frizzante oder Spumante?Der Löwenanteil der hier geernteten Trauben – nur wenig davon wird zu Stillwein verarbeitet – kommt als Prosecco Frizzante oder Prosecco Spumante in den Handel. Was unterscheidet die beiden Varianten eigentlich? Sie bizzeln schließlich beide! Nun, der Frizzante (Perlwein) wird kontrolliert im Drucktank vergoren. So lassen sich Restsüße und Kohlensäure genau dosieren und das Ergebnis ist ein wunderbar "traubiger" Perlwein. In der Flasche herrscht ein Druck von 2,0 bis 2,5 bar, was es ihm erlaubt, mit einem einfachen Korken auszukommen. Der muss maximal durch eine Kordel "gesichert" werden. Der Spumante wird hingegen regelrecht versektet (durchläuft also wie jeder Sekt eine zweite Gärung), hat einen etwas höheren Alkoholgehalt als sein kleiner Bruder und steht unter stärkerem Druck (über 3 bar). Deshalb braucht er auch einen "richtigen" Sektkorken mit Agraffe und eine stabilere Flasche.
Welchen Unterschied gibt es nun zwischen dem "versekteten" Prosecco Spumante und "richtigem" Sekt oder Champagner? Sekt und Champagner erfahren einen längeren Reifungsprozess in der Flasche und weisen deshalb mehr reifere, weinige Aromen auf. Der Prosecco ist im Vergleich dazu primär-fruchtiger (z. B. grüner Apfel) und jugendlicher.
Die Kombination von Spritzigkeit mit angenehmen fruchtigen Aromen macht Prosecco zu einem ausgezeichneten Aperitif. Auch zu kleinen Vorspeisen oder Fisch gibt er – egal ob Frizzante oder Spumante – eine sehr gute Figur ab. Dank seiner Leichtigkeit nimmt Ihnen Ihr Kopf auch ein Gläschen unter warmer Sommersonne nicht übel. Weshalb also nicht einmal Prosecco in den Picknickkorb packen? Natürlich braucht er dann effektive Kühlung, denn wie alles, was schäumt, hat es der Prosecco gerne schön kalt.
Der ideale BegleiterProsecco hat mehr drauf als Sie denken. Der unkomplizierte italienische Prickler macht sich solo natürlich gut, lässt sich aber ebenso gern im Glas begleiten – auch aus einem Prosecco kann ein Kir royal werden, wenn Sie ihm ein bisschen Crème de Cassis spendieren. Ein Schuss Aperol passt auch prima.
Ein großer Klassiker unter den Cocktails ist der Bellini: 3 cl Pfirsichmark (Bellini Pfirsichmark gibt es in allen INTERSPAR Märkten) wird – unter langsamem Umrühren – mit 6 cl Prosecco aufgegossen. Der Drink wurde übrigens in Harry’s Bar in Venedig – also gar nicht weit von Valdobbiadene – erfunden und nach dem Maler Bellini benannt. Ein wenig Grapefruitsaft in den Prosecco hieße, die Erfrischung fast schon auf die Spitze zu treiben – aber vielleicht wird der Sommer ja sehr heiß!
Kiwi-CocktailDer sommerfrische Kiwi-Cocktail – Basis für diese köstliche Erfrischung ist gut gekühlter Prosecco.
Zutaten für 4 Cocktailgläser:
4 Cocktailkirschen
4 Kiwis
40 ml Orangenlikör
400 ml Prosecco (gut gekühlt) Zubereitung:
1. Kiwis schälen und in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Vier Scheiben für die Garnitur weglegen. Übrige Kiwischeiben klein schneiden, mit Orangenlikör vermischen, in einem Mixglas oder mit einem Stabmixer fein pürieren.
2. Cocktailkirschen und restliche Kiwischeiben einschneiden und auf die Gläser stecken. Kiwimus in Gläser füllen, mit Prosecco aufgießen. Cocktail sofort servieren.











